Blog-Artikel

Was uns glücklich macht

Glücksforschung ist das neue Zauberwort. Sie sucht Antworten auf die Frage, was macht uns glücklich? Sind es die äußeren Umstände oder ist es uns in die Wiege gelegt, ob wir glücksfähig sind oder nicht? Wie kann es sein, dass zwei Menschen in gleichen Lebensumständen leben und dennoch ist der eine glücklich und der andere nicht? Kommt Glück von außen oder von innen? Tausend Fragen, die uns beschäftigen in einer Welt, in der wir alle nach Glück und Erfüllung streben.

Die Glücksforscherin und Psychologin Sonja Lyubomirsky gibt darauf einige Antworten und beschreibt in ihrem Buch „The How of Happiness“ 12 Unterschiede, die sich zwischen Glücklichen und Nicht-Glücklichen immer wieder zeigen.

Das Faszinierende daran: es sind alles Dinge, die wir erlernen können, wenn wir möchten! Natürlich für den einen leichter und den anderen schwieriger - aber prinzipiell für jeden erlernbar, der bereit ist sich zu reflektieren und an sich zu arbeiten.

1. Sei dankbar.

Jeder hat irgend etwas wofür er oder sie dankbar sein kann. Seien es die Menschen in unserem Leben, die uns lieben, unsere Freundschaften, eine Arbeit, genügend zu essen, Gesundheit, und und und. Leider haben wir die Gabe, uns auf die Dinge zu fokussieren, die wir nicht haben, statt auf die Dinge, die wir haben. Wechseln wir hier die Perspektive, können wir lernen tiefe Dankbarkeit und empfinden...und Glück. Also frage dich: Wofür kann ich dankbar sein?

2. Kultiviere Optimismus.

Ist dein Glas eher halbleer oder halbvoll? Auch hier kann ein Wechsel der Perspektive hilfreich und heilsam sein. Denke positiv, versuche allem, was passiert auch etwas Positives abzugewinnen. Wofür könnte es gut sein? Welche Chancen könnten sich eröffnen? 

3. Grüble nicht zu viel und vergleiche Dich nicht mit anderen.

Vergleiche dich nicht mit anderen: du bist du, mit all deinen Stärken. Frage dich: was habe ich schon geschafft und wo will ich noch hin - und wie kann ich das erreichen? Der Vergelich mit anderen bringt dich nicht weiter, ebenso wie das Grübeln über ungelegte Eier. Stelle dich der Situation, wenn sie da ist und versuche das Beste daraus zu machen. Sei stolz auf dich und auf die Dinge, die du bereits erreicht hast.

4. Tue Gutes.

Ja, anderen zu helfen und sie zu unterstützen macht nachweislich glücklich - also tu es einfach.

5. Pflege Beziehungen.

Dazu brauche ich nicht viel zu sagen. Was nützt uns alles Geld der Welt und jeglicher Besitz, wenn wir niemanden haben mit dem wir unser Leben und unser Glück teilen können? In stressigen Zeiten vergisst man oft seine Freundschaften zu pflegen und für die Familie da zu sein. Besinne dich darauf, wer dir im Leben wichtig ist und mit wem du gerne wieder mehr Zeit verbringen möchtest und tu es einfach.

6. Entwickle Strategien, mit dem Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Jeder Mensch hat seine eigene Art mit den Steinen, die ihm im Weg liegen umzugehen. Beobachte deine Strategien, schau dir an mit welchen du Erfolg hast und mit welchen nicht, um genau die zu kultivieren, die dir weiterhelfen. Wichtig ist, dass wir uns unserem Leben und den Herausforderungen stellen und uns nicht verkriechen. Und scheu dich nicht Menschen in deinem Leben um Hilfe zu bitten.

7. Lerne, zu vergeben.

Böse auf jemanden zu sein bringt niemanden weiter. Dass es uns gelegentlich passiert ist menschlich, aber wir sollten lernen einen Weg zu finden um zu vergeben. Denn auf jemand anders böse zu sein und ihm schlechtes zu wünschen ist wie selbst Gift trinken und glauben, dass der andere daran stirbt. Aber es vergiftet nur uns selbst. Keiner von uns ist perfekt, das sollten wir uns immer vor Augen halten, wenn wir jemanden nicht vergeben können oder wollen.

8. Schaffe Flow-Erlebnisse.

Flow ist ein Modewort - aber ein schönes. Das bedeutet, dass wir im Fluss sind, eins mit uns selbst und völlig in einer Tätigkeit aufgehen. Suche diese Aktivitäten, in denen du voll und ganz aufgehst und genieße sie.

9. Setze Dir Ziele und verfolge sie leidenschaftlich.

Wer sind wir ohne unsere Ziele? Ohne den Wunsch uns weiterzuentwickeln und irgendwann an einem bestimmten Ort anzukommen. Wir sind haltlos ohne Ziele - weil es ohne Ziel egal ist, welchen Weg wir gehen, wir werden nie ankommen. Suche dir ein Ziel und überlege dir Strategien, es auch zu erreichen. Und vergiss dabei nicht, dass auch schon der Weg ein Genuss sein kann.

10. Genieße in Ruhe.

 Sei achtsam und genieße bewusst die Dinge, die du gerne tust. Ein gutes Buch lesen, meditieren, ein Spaziergang, Sport, ein Treffen mit Freunden oder ein romantischer Abend,... Was auch immer es für dich sein mag, nimm dir dafür Zeit und genieße in vollen Zügen.

11. Übe eine spirituelle Praxis aus.

Finde Dinge, die dich zur Ruhe kommen lassen. Was es auch sein mag - vielleicht Yoga oder Meditation oder auch Gebete - das Wichtigste ist, dass du zur Ruhe kommst. 

12. Sorge für Deinen Körper.

Versuche dich gesund zu ernähren, dich regelmäßig zu bewegen und keinen Raubbau mit deinem Körper zu betreiben durch Alkohol, Nikotin oder andere Dinge, die ihm schaden. Dein Körper wird es dir danken. Und nur in einem gesunden Körper lebt auch ein gesunder Geist.

 

Versuche dein eigenes Glück mit all diesen Dingen zu forcieren. Suche das Glück weniger im Außen und mehr im Innen. Genieße dein Leben, achte auf die kleinen Dinge, die das Leben dir schenkt  und lass andere daran teilhaben. Ich wünsche dir dabei alles Gute!