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An dieser Stelle erscheint regelmäßig mein Blog zu den Themen Entspannung, Stressbewältigung, Glück, Psychologie und Lebensfreude.

7 Tipps für ein glückliches Leben

Jeder von uns will glücklich sein und es wird uns dennoch nicht immer gelingen. Hier ein paar einfache Tipps, die dir helfen werden immer mehr Glück in deinem Leben zu finden:

1. Schließe Frieden mit deiner Vergangenheit - alte Verletzungen, Frustrationen, Rückschläge,... sind geschehen und nicht mehr zu ändern. Versuche es hinter dir zu lassen, damit diese Dinge nicht auch noch deine Zukunft beeinflussen.

2. Was andere von dir denken, sollte dir egal sein. Es kann nicht dein Problem sein, was andere denken und jeder wird dich ohnehin nicht mögen - bleib du selbst. Solange du dich jeden Tag selbst guten Gewissens im Spiegel ansehen kannst, hast du alles richtig gemacht.

3. Der einzig Mensch, der für dein Glück verantwortlich ist, bist du selbst. Übernimm die Verantwortung für dein Glück und warte nicht darauf, dass andere dich glücklich machen oder sich die Dinge in deinem Leben von selbst ändern - nimm es selbst in die Hand.

4. Vergleiche dich nicht mit anderen. Dein Leben ist dein Leben und du bist du. Vergleiche machen nur unzufrieden. Mach aus deinem Leben das Beste und vergiss nicht, dass auch andere ihr Päckchen zu tragen haben - auch wenn man es ihnen vielleicht nicht auf den ersten  Blick ansieht.

5. Lass die Zeit für dich arbeiten: vieles löst sich von selbst, wenn man nur geduldig ist. Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Manches braucht einfach Zeit um sich zu entwickeln, zu lösen, wieder besser zu werden.

6. Grübel nicht so viel - es bringt dich nicht weiter. Manchmal ist es ok, nicht auf alles eine Antwort zu finden.

7. Genieß die schönen Dinge des Lebens. Auch wenn es in deinem Leben drunter und drüber geht, irgendwas Schönes kann man fast immer noch finden - man muss nur hinsehen.

 

Leichter gesagt als getan? Definitiv! Und dennoch hilfreich und auf jeden Fall einen Versuch wert!

 

Viel Spaß beim Glücklich-Sein!

 

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Was uns hilft beim Glücklich-Sein

 „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein“ (Voltaire)

 

Was? So einfach soll das sein? Einfach beschließen glücklich zu sein und wir reiten alle glücklich in den Sonnenuntergang? Naja, ganz so einfach ist es wohl nicht, aber auch nicht so schwierig wie viele glauben!

 Was ist denn Glück eigentlich? Also, erstmal ist Glück für jeden etwas anderes. Und die Erwartung nur noch glückliche Momente zu erleben ist auch nicht realistisch. Aber manch einer ist nicht in der Lage die kleinen glücklichen Momente zu sehen, sondern sieht nur die Dinge, die fehlen. Das ist der „Mangelblick“  - wir sehen dorthin, wo es fehlt, wo man verbessern könnte, aber ganz selten dorthin, wo es schon passt. Und das ist schade. Denn damit nehmen wir uns ganz viele glückliche Momente. Ein Glückstagebuch kann da sehr hilfreich sein – schreibe jeden Tag drei schöne Momente auf – und du wirst überrascht sein, wie viel Schönes du täglich erlebst. Auch an Tagen, an denen du das Gefühl hast, dass nichts so gelaufen ist wie es eigentlich sollte.

 

Zum Thema Glück hat die Glücksforschung einiges für uns herausgefunden:

  1. Glück ist für jeden von uns etwas anderes: es liegt immer im Auge des Betrachters. Und je mehr ich das Glück auch in den kleinen Dingen finden kann umso mehr glückliche Momente bereitet mir das Leben.

  2. Einstellung zum Glück: Menschen, die glauben als Glückspilz geboren zu sein, denen passieren viel mehr glückliche Dinge, als jenen, die glauben als Pechvogel geboren zu sein. Man zieht das an, was man über sich und die Welt denkt – auch bekannt als „sich selbst erfüllende Prophezeiung“.
  3. Anpassungsfähigkeit: Menschen, die in der Lage sind, sich an veränderte Lebenssituationen anpassen, haben eindeutig einen Vorsprung in Sachen Glück. Sie tun sich leichter, damit umzugehen, wenn die Dinge mal nicht so laufen wie geplant und können sich schnell an die neue Situation anpassen.
  4. Glück und Reichtum hängen nicht unmittelbar zusammen: Ja, wer Geld hat, hat mehr Sicherheit im Leben – zugegeben! Aber sind reiche Menschen automatisch glücklicher? Dies ist laut Glücksforschung definitiv nicht der Fall. Glücklich ist der, der zufrieden hat mit dem, was er hat. Und die wichtigsten Dinge im Leben kann man ohnehin nicht kaufen – Liebe, Gesundheit, Optimismus,….

Wie wird man nun aber ein glücklicher Mensch? Interessant ist, dass man Glück trainieren kann. Man kann zum Beispiel anfangen das Glück zu sehen, das bereits da ist. Wir können uns an positive Dinge erinnern, statt an negative (denn ändern können wir die Vergangenheit ohnehin nicht). Wir können uns lustige Filme ansehen statt Dramen. Wir können mal zwischendurch auf Nachrichten verzichten, in denen ein Bild von der Welt gezeichnet wird, die nur noch schlecht scheint. Und, wie bereits oben erwähnt, wir können beginnen, ein Glückstagebuch zu führen. Hilfreich ist auch Bewegung an der frischen Luft, soziale Kontakte pflegen, sich positive Ziele setzen, Vorfreude ausleben und Genuss neu lernen.

 

Ich wünsche dir für dein Leben ganz viele glückliche Momente und, dass du es schaffst, deine Aufmerksamkeit auch ganz bewusst dorthin zu lenken. Denn wie Dale Carnegie es schon vor über 50 Jahren formuliert hat: „Glück hängt nicht davon ab wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst“. In diesem Sinne: viel Erfolg beim Glücklich-Sein!

 Noch mehr zum Theme Glück findest du in diesem Blogartikel

5 Tipps um Ärger loszuwerden

Heute habe ich mich geärgert. Sehr geärgert. Geärgert über unangemessene und vor allem ungerechtfertigte Kritik. Und ich habe mich richtig hineinfallen lassen in den Ärger. Und zu jedem Zeitpunkt wusste ich, dass ich aufhören sollte mich zu ärgern, aber ich konnte es nicht, zumindest nicht sofort. Aber irgendwann gewann dann doch die Vernunft wieder die Oberhand und ich habe angefangen gegenzusteuern, so wie ich es meinen Klientinnen empfehle - und voilá, ich hatte wieder mal den Beweis dass es funktioniert :-)

 

Und hier ein paar Tipps dazu:

 

1. Mit einem Mantra den Ärger zum Schmelzen bringen: "Sich zu ärgern hat keine wirklichkeitsverändernde Wirkung." Ich liebe diesen Satz. Ich habe ihn vor vielen, vielen Jahren gelesen, ich kann nicht mal mehr sagen, wo. Aber immer, wenn ich mich ärgere, dann sag ich ihn mir vor. Wie ein Mantra, immer wieder. Und ja, es wirkt. Nicht sofort, nicht unmittelbar, nicht solange der Ärger noch auf seinem Höhepunkt ist - aber sofort danach - und dann wird es besser.

 

2. Den Ärger "wegatmen": meistens spürt man den Ärger irgendwo im Körper. Wenn ja, dann atme ganz bewusst zu dieser Stelle hin um die Verkrampfung und Beklemmung zu lösen. Falls du den Ärger nicht an einer bestimmten Stelle spüren kannst, dann fang einfach an, ganz tief in den Bauch hinein zu atmen und dich ganz und vollkommen auf deinen Atem zu konzentrieren. Es führt dich weg vom Ärger und lenkt deinen Fokus ganz einfach auf deinen Atem. Und immer, wenn die Ärger-Gedanken wiederkommen, dann lenke die Aufmerksam erneut auf deinen Atem. Immer und immer wieder. Bis es besser ist.

 

3. Den Ärger "wegsporteln": Sport machen, sich auspowern - jeder von uns kennt das - das hat eine reinigende und auch beglückende Wirkung. Beim Sport werden Glückshormone ausgeschüttet und außerdem hilft er uns wieder runterzukommen und unsere Balance wiederzufinden. Dann wird auch der Ärger wieder kleiner, bis er ganz verschwindet.

 

4. Den Ärger "wegtrinken": nein, dies ist kein psychologischer Rat zu einem hemmungslosen Besäufnis (so sehr einem manchmal danach sein mag) Trink ganz bewusst einen Krug kaltes, erfrischendes Wasser. Auch das hilft dir, wieder auf dem Boden der Tatsachen anzukommen und zu erkennen, dass sich der Ärger ganz und gar nicht lohnt.

 

5. Den Ärger herausschreien: ok, ich gebe es zu: manchmal wirken die "stillen" Strategien nicht so, wie wir uns das vorstellen (aber ganz oft schon). Wenn alles Obige nichts hilft, dann geh in den Wald oder irgendwo hin wo du niemanden störst und schrei die Wut heraus. Danach ist sie hoffentlich draußen und es sollte dir besser gehen.

 

Ja, ich habe mich heute geärgert. Das passiert mir schon öfter mal. Aber ich kann heute damit viel besser umgehen als früher und ärgere mich bedeutend kürzer als früher - es ist schneller wieder vorbei.

 

Ich wünsche dir, dass du immer weniger deiner kostbaren Lebenszeit damit verbringst dich zu ärgern. Vor allem über Ereignisse oder Menschen, die du ohnehin nicht ändern kannst. Und ich hoffe sehr, dass dir diese Tipps ein wenig dabei helfen! Alles Gute!

 

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Von der Kunst des Loslassens

"Wenn du loslässt, hast du beide Hände frei" sagt ein chinesisches Sprichwort und dennoch ist das Loslassen leichter gesagt als getan. Sei es einen geliebten Menschen gehen zu lassen, eine Arbeit, die einem viel bedeutet hat oder eine Situation, die so belastet hat, dass wir sie gedanklich einfach nicht loslassen können. Und es ist genauso wie es das Sprichwort besagt - solange wir nicht loslassen, haben wir unsere Hände nicht frei und können nichts Neues beginnen. Aber warum lassen wir nicht los? Eigentlich ganz einfach: weil wir etwas festhalten, oft krampfhaft und es einfach nicht schaffen locker zu lassen, etwas einfach geschehen zu lassen. Wir wissen auch, dass es uns schadet nicht loszulassen und dennoch finden wir keinen Weg das Schmerzliche gehen zu lassen.

 

Hier ein paar Tipps, die dir helfen sollen loszulassen:

 

1. Den Grund herausfinden: Ein erster Schritt kann es sein, herauszufinden, warum wir so krampfhaft an etwas festhalten. Was befürchten wir zu verlieren, wenn wir loslassen? Nimm dir Zeit in Ruhe darüber nachzudenken. Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt. Inwieweit hast du die Befürchtung, dass das Loslassen mehr schadet als nutzt? Schau genau hin und überlege dir auch, ob diese Nachteile tatsächlich real sind oder bei genauem Hinsehen gar nicht existieren.

 

2. Sich über die Vorteile des Loslassens Gedanken machen: Denke darüber nach, warum es gut für dich ist, wenn du loslässt. Welche Vorteile hast du davon?

 Wie könnte dein Leben aussehen, wenn du es endlich schaffst, loszulassen? Mal dir ein Leben aus ohne Festhalten - lass deiner Phantasie freien Lauf!

 

3. Wieder Positives ins Leben lassen: Überlege dir, wer oder was dir dabei helfen könnte loszulassen. Welche Aktivitäten, welche Freunde könnten dir dabei helfen? Tu wieder mehr von den Dingen, die du früher gerne getan hast und lenke dich mit positiven Dingen, Erlebnissen und Menschen ab. Dies hilft dir, die gedankliche Fixierung zu lösen.

 

4. Akzeptiere das Unvermeidliche:  Loslassen hat auch ganz viel mit akzeptieren und annehmen zu tun. Man hält fest, solange man mit einer Situation hadert, sie nicht annehmen kann, wie sie derzeit ist. Versuche zu akzeptieren, was geschehen ist und, dass manches nicht mehr zu ändern ist, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht.

 

5. Mach' ein Loslass-Ritual: Schreib dir all die Dinge auf, die du gerne loslassen möchtest und all die schmerzlichen Gefühle, die dazu gehören. Halte dich nicht zurück, schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt und dann lass es ziehen - verbrenne es, zerreiße es oder leg' es symbolisch auf ein Blatt und lass alles Negative in einem Bach oder Fluss davon ziehen - sieh dabei zu und verabschiede dich.

 

Jeder von uns hatte im Leben schon schlechte Zeiten und manchmal fällt das Loslassen einfach so wahnsinnig schwer. Aber wenn man es schafft, sich dem zu stellen, was geschehen ist, dann hat man wieder die Chance auf eine positive Zukunft. Ich wünsche dir sehr, dass dir diese Tipps ein wenig dabei helfen, das Belastende gehen zu lassen und wieder positiv in die Zukunft zu schauen. Alles Gute dabei!

 

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5 Tipps gegen Neid und Missgunst

Wenn wir neidisch sind und missgünstig, dann lassen wir zu, dass das Glück der anderen zu unserem Unglück wird. Neid sorgt dafür, dass wir uns schlecht fühlen, ja, unzulänglich und es schädigt unseren Selbstwert. Die Gefühle, die durch Neid ausgelöst werden, können ganz unterschiedlich sein: Hass, Wut und Feindseligkeit ebenso wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit. Auch Schuldgefühle und Schlafstörungen können die Folge sein, sowie Attacken und Sticheleien gegen denjenigen, dem es vermeintlich besser geht. Wer neidisch ist, ist unfähig sein Leben zu genießen und das zu schätzen, was er/sie hat. Der Vergleich mit anderen macht uns buchstäblich krank.

 

Ist man dem Neid aber jetzt hilflos ausgeliefert und muss man es einfach geschehen lassen oder kann man auch gegensteuern, wenn man diesen Wesenszug an sich erkennt? Die gute Nachricht ist ja, selbstverständlich kann man etwas dagegen tun. Hier ein paar Tipps dazu:

 

1. Schau auf die Dinge, die du hast

Jemand, der neidisch ist, der vergisst ganz gerne das , was er selbst hat - die Dinge, die uns das Leben geschenkt hat oder die wir uns erarbeitet und geschaffen haben. Und ganz egal was es ist, das wir jemand anderem neiden, es gibt ganz bestimmt auch Dinge um die man uns beneiden könnte und die wir uns bei dieser Gelegenheit wieder ins Gedächtnis rufen sollten - erkenne deinen eigenen "Reichtum"!

 

2. Sei dankbar

Nichts ist selbstverständlich. Es reicht nicht nur zu erkennen, was man alles im Leben hat oder erreicht hat, man muss auch lernen Dankbarkeit dafür zu empfinden. Das können große Dinge im Leben sein: jemand, der uns liebt oder eine Arbeit, die uns erfüllt oder gesunde Kinder - aber es können auch tausend Kleinigkeiten sein: eine nette Geste, ein Lächeln, ein Sonnenstrahl,... Wenn du bewusst hinschaust wirst du erkennen, wie viele Dinge es in deinem Leben gibt, für die du dankbar sein kannst. Und über dieses Gefühl der Dankbarkeit wird auch dein Neid immer kleiner werden.

 

3. Man muss auch gönnen können

Versuch es mal anders: freu dich mit der Person, die du beneidest - gönn ihr das, was sie hat. Denn bekanntlich ist geteilte Freude doppelte Freude und fühlt sich bedeutend besser an als das beißende und schmerzliche Gefühl von Neid und Missgunst.

 

4. Vorteile erkennen

Überleg mal, ob das Gewünschte wirklich so erstrebenswert ist oder ob es durchaus auch Vorteile gibt es nicht zu haben. Im Normalfall hat jede Medaille zwei Seiten und kaum eine tolle Sache, die bei genauer Betrachtung nicht auch einen Haken hat. Versuch mal einen realistischeren Blick auf das Gewünschte zu richten.

 

5. Trage selbst bei zu einem erfüllten Leben

Je erfüllter dein eigenes Leben ist, umso weniger Platz bleibt darin für Neid und Missgunst. Also trage aktiv dazu bei, dein Leben zu erfüllen. Umgib dich mit wunderbaren Menschen, such dir ein Hobby, das dir Spaß macht und versuche Erfüllung in deiner Arbeit zu finden. Lerne zu entspannen und zu genießen. Fülle deine Zeit mit positiven Erlebnissen.

 

All dies wird dir helfen, dass sich Neid immer weniger in deinem Leben zu Wort meldet und durch Positives und Angenehmes ersetzt wird. Immer, wenn du merkst, dass sich Missgunst in deinem Leben einschleicht, dann versuche aktiv gegenzusteuern, denn Neid wirkt sich wie Gift in deinem Leben aus, das alles düster macht und traurig. Du wirst sehen wie viel glücklicher und erfüllter dein Leben ist ohne Neid und Missgunst.  Ich wünsche dir dabei alles Gute und viel Erfolg!

 

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7 Tipps gegen Liebeskummer

Früher war Liebeskummer etwas, das man Teenagern zugeschrieben hat - heute kann es uns in jedem Alter treffen. Trennungen und Scheidungen sind nichts Ungewöhnliches mehr und dennoch leidet man unter einer Trennung sehr. Es ist sogar mit der Trauer bei einem Todesfall zu vergleichen, unser Hirn unterscheidet in der Reaktion nicht, wodurch die Trennung zustande kam. Eine Trennung ist schmerzhaft und grausam und die Heilung braucht Zeit. Und dennoch gibt es ein paar Dinge, die man tun kann um den Schmerz zumindest ein bisschen zu lindern.

 

1. Vermeide sozialen Rückzug

Am liebsten möchte man sich ja die Decke über den Kopf ziehen und nichts und niemanden sehen und hören. Das ist aber kontraproduktiv - gerade in solchen Zeiten braucht man seine Freundinnen und die Familie. Also, lass zu, dass dir geholfen wird - teile deine Trauer.

 

2. Lass den Schmerz zu

Den Schmerz krampfhaft versuchen wegzudrücken wird ohnehin nicht funktionieren, also versuche erst gar nicht die Tränen zu unterdrücken und die Starke zu spielen. Lass deinen Gefühlen freien Lauf und nimm den Schmerz an. Das kann schon ein wichtiger Schritt in Richtung Heilung sein. Trauer und Wut sind Teil des Prozesses.

 

3. Lenke dich ab

Ja, es ist schwer, aber dennoch, versuche dich auch abzulenken. Stürze dich in deine Arbeit, triff dich mit Freunden, mach Sport und power dich anständig aus, bewege dich an der frischen Luft, versuche aktiv zu werden - auch wenn es anfangs schwer fällt. Mit der Zeit wirst du merken, dass es dir hilft.

 

4. Überdenke dein Leben

Nutze diesen Schnitt in deinem Leben um zu schauen, in welche Richtung du zukünftig gehen möchtest. In welche Projekte du dich stürzen möchtest, was du erleben möchtest. Velleicht gibt es auch Dinge, an denen dich deine Beziehung immer gehindert hast - mache Pläne für die Zukunft.

 

5. Schau auf seine negativen Seiten

Im ersten Schmerz kommt einem das Leben mit ihm so wunderbar und perfekt vor, und er ohnehin. Versuch mal seine negativen Seiten zu ergründen. Überlege dir auch, woran dich deine Beziehung bisher gehindert hat. Vielleicht tun sich völlig neue Möglichkeiten auf. Schreib all seine negativen Seiten auf und halte sie dir immer vor Augen, wenn du wieder mal glaubst den tollsten Mann der Welt verloren zu haben. Wäre er so richtig toll gewesen, wäre er jetzt nicht weg.

 

6. Komm zur Ruhe

So wichtig es ist, dass du aktiv bist, ebenso wichtig ist auch das Gegenteil davon: dass du eine Möglichkeit findest, wieder zur Ruhe zu finden. Ein Spaziergang im Wald, ein Wellnesstag, Entspannungsübungen,... alles, was dir gut tut ist genau das Richtige.

 

7. Finde einen symbolischen Abschluss

Alte Fotos ansehen, in Erinnerungen schwelgen, seinen Schmuck tragen,... all das verhindert, dass du es schaffst loszulassen. Packe all die Dinge zusammen, die dich an ihn erinnern und stecke sie in eine Kiste. Die Kiste kommt erstmal sehr weit weg. Wenn der Kummer vorbei ist, wirst du wissen, was davon du als Erinnerung behalten willst. Schreib ihm einen allerletzten Brief, in dem du alles noch loswerden kannst, schicke ihn niemals ab, sondern zerreiße oder verbrenne ihn.

 

Liebeskummer ist grausam und es gibt kaum jemanden, der diesen Schmerz noch nie erlebt hat. Und auch, wenn du dir das heute noch kaum vorstellen kannst, es kommen auch wieder bessere Zeiten - versuche daran zu glauben. Alles Gute!

 

P.S. 90% meiner KlientInnen sind Frauen - deshalb habe ich mir erlaubt, diesen Blog aus weiblicher Sicht zu schreiben - Männer leiden aber nicht minder und die gleichen Tipps sind wirksam.

 

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Von der befreienden Kraft des Entrümpelns

Im Laufe seines Lebens sammelt sich so einiges an und je mehr Platz man zur Verfügung hat, umso weniger wirft man weg. Man beginnt damit, Dinge die man nicht mehr braucht lediglich zu verschieben. Ist der Platz nicht unendlich (wie bei den meisten) fängt es sich irgendwann an zu stapeln und es wird immer enger.

Aber warum fällt es manchen von uns so schwer, sich von Dingen zu lösen? Dafür gibt es mehrere Gründe: für viele ist Loslassen an sich ein Problem und das wirkt sich dann auch auf die Gegenstände im Leben aus. Ausmisten kann schwierig, manchmal sogar schmerzhaft sein. Es kann uns auch konfrontieren mit traurigen Erlebnisse in unserem Leben. Manchmal misten wir nicht aus, weil wir jemand anderen nicht enttäuschen möchten. Und letztlich bedeutet das Aussortieren natürlich auch ein Risiko: was, wenn ich den weggeworfenen Gegenstand doch irgendwann brauche?

In uns steckt natürlich auch noch der Steinzeitmensch, der darauf angewiesen war, Dinge zu sammeln um sein Überleben zu sichern. Aber dies ist heute nicht mehr der Fall.

Ok, dies waren jetzt die Gründe, weswegen viele von uns es vorziehen nicht oder zu wenig auszumisten - aber welche sind es, die dafür sprechen?

 

1. Unordnung verursacht und verstärkt Aufschieberitis

Ein Platz, der so unaufgeräumt ist, dass man kaum noch weiß, wo sich was befindet, der kann nur dazu führen, dass man Dinge sehr gerne aufschiebt, die an diesem Ort zu erledigen wären. Und Aufschieberitis wiederum führt dazu, dass man Dinge zwar immer wieder im Hinterkopf hat, die zu erledigen sind, aber nie tut. Deshalb hat man ständig ein schlechtes Gewissen und kann gewisse Dinge nicht abhaken. Dies kostet Energien, die anderswo nützlicher eingesetzt werden könnte.

 

2. Gerümpel kostet Zeit und Energie

Bei zu viel Gerümpel und zu vielen unnützen Dingen in unseren Wohn- und Arbeitsräumen, vergeuden wir viel zu viel Zeit damit, Dinge zu suchen und Dinge zu hin- und herzuschieben.

 

3. Ausmisten schafft Platz in der Wohnung und im Kopf

Viel zu viel Platz nehmen gesammelte Dinge in unserer Wohnung ein, aber auch in unserem Kopf. Je mehr freie Flächen wir in unserer Wohnung und an unserem Arbeitsplatz haben, umso freier fühlen wir uns auch in unserem Kopf und desto freier werden auch unsere Gedanken. Neue Ideen entwickeln sich leichter, wenn wir wieder Platz geschaffen haben.

 

4. Entrümpeln schafft Erfolgserlebnisse

Neben dem Sammeln hat der Mensch ja auch den Drang sich von Belastendem und Überflüssigem zu befreien. Wenn wir es wirklich schaffen, einen Bereich oder gar die ganze Wohnung zu entrümpeln, dann fühlen wir uns befreit und es gibt uns ein Gefühl des Erfolgs - und den darf man dann genießen.

 

Also, nutze die Energie der Sonne und des Frühlings und stürze dich auf die ungeordneten Dinge in deinem Leben und in deiner Wohnung. So anstrengend es auch ist - es lohnt sich. Dann wirst du die kommende, warme Jahreszeit gleich noch mal mehr genießen können. Alles Gute dabei und viel Erfolg!

 

Die 4 Phasen der Trauer

 Trauer gehört zum Leben. Wir alle haben es schon hinter uns und leider auch noch vor uns. Die stärkste Trauer wird verursacht durch den Verlust eines geliebten Menschen - dies kann durch Tod aber auch durch eine Trennung passieren. Trauern ist sehr wichtig und hilft uns beim Abschiednehmen.

 

Trauer verläuft in mehreren Phasen – keine kann übersprungen oder ausgelassen werden – alle sind wichtig, damit wir es letztlich schaffen, wieder nach vorne zu sehen.

 

Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens: am Anfang steht die Phase in der man das alles nicht wahrhaben will, nicht fassen kann, was passiert ist und in der man das Gefühl hat, derjenige kommt jeden Moment bei der Tür herein.

Phase der aufbrechenden Emotion: es folgt eine sehr emotionale Phase. Man erkennt den Verlust und leidet. Man hadert. Diese Phase ist gekennzeichnet durch großen Schmerz und Verzweiflung. Es ist kaum möglich am normalen Leben teilzunehmen.

Phase der Neuorientierung:  wir fangen wieder an, uns für das zu interessieren, was um uns herum vorgeht. Aber noch sind Schmerz und Trauer sehr groß und es fällt schwer, Normalität aufrecht zu erhalten.

Phase des neuen Gleichgewichts: In der letzten Phase erlangen wir ein neues Gleichgewicht. Der

große Schmerz weicht einer Wehmut. Die Gefühle sind nicht mehr so intensiv. Langsam beginnt man wieder ein Leben ohne den geliebten Menschen und man blickt wieder vertrauensvoller in die Zukunft.

 

Diese Phasen sind normal und sie helfen letztlich wieder einen neuen Weg in eine positive Zukunft zu finden. Die Phasen der Trauer kann einem niemand abnehmen, aber man braucht Unterstützung. Das eigene, soziale Umfeld spielt eine wichtige Rolle und manchmal kann es sehr hilfreich sein, sich professionelle Hilfe zu suchen, um den Trauerprozess gut zu überstehen.

 

Ein Leben ohne Trauer zu wünschen, das wäre vermessen - aber, dass du die traurigen Ereignisse in deinem Leben gut überstehst und es letztlich schaffst wieder nach vorne zu sehen, das wünsche ich dir. Alles Gute!

5 Tipps für ein besseres Betriebsklima

 

Wir verbringen sehr viel Zeit in der Arbeit und wenn das Betriebsklima nicht stimmt, dann kommt es uns noch viel mehr vor. Und es belastet uns. Angeblich ist ja das Betriebsklima das einzige Klima, das wir selbst (mit)bestimmen können. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man dazu beitragen kann, die Stimmung am eigenen Arbeitsplatz zu verbessern.

 

1. Kommunikation

Manch einer versteht unter Kommunikation über den neuesten Klatsch und Tratsch ausreichend informiert zu sein, aber das ist hier natürlich nicht gemeint. Es geht um ausreichenden Informationsfluss. Gerade bei den Evaluierungen der psychischen Belastungen habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Personen darunter leiden, ihren Job nicht richtig machen zu können, weil sie dafür nicht ausreichend informiert sind - entweder von ihren Vorgesetzten oder Kollegen. Fange du damit an, deine Kolleginnen ausreichend zu informieren und es wird im Normalfall in gleicher Weise zu dir zurückkommen. Und denke auch daran, dir die Informationen, die du brauchst aktiv zu holen.

 

2. Informeller Austausch

Das ist einer der wenigen Vorteile des Rauchens - im Normalfall erhöht es die informelle Kommunikation. Die Raucher stehen zusammen und unterhalten sich über die Arbeit und Privates. und erfahrungsgemäß sind die Raucher oft wirklich sehr gut informiert, auch darüber, was in anderen Abteilungen so vor sich geht. Dies soll kein Ratschlag sein, mit dem Rauchen zu beginnen. Informellen Austausch kann man auch bei einem Kaffee haben, aber man muss ihn aktiv suchen. Also scheue dich nicht, auf Kollegen zuzugehen und ein bisschen zu plaudern - irgendwann wirst du froh sein über den Informationsvorsprung, den dir das beschert.

 

3. Lob

Eltern wissen um die heilende und voranbringende Wirkung des Lobens. Aber auch wir Erwachsenen freuen uns über ein Lob - sei es von Vorgesetzten oder von Kolleginnen. Natürlich soll man sich nichts aus den Fingern saugen, das nicht wahr ist,  nur um diesen Punkt zu erfüllen, aber wenn du mal froh bist über etwas, das dein Kollege/Mitarbeiter/Chef getan hat, dann sag es ihm/ihr auch. Dies trägt ganz wesentlich zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei. Und schließlich fühlt sich jeder gerne wertgeschätzt. Und nicht vergessen: auch Chefs freuen sich über ein gelegentliches und ernst gemeintes Lob.

 

4. Zuhören

Da ist es in einer Arbeitsbeziehung nicht anders als in jeder guten zwischenmenschlichen Beziehung - wer gut zuhören kann, hat die Nase vorne. Viele meinen, wenn sie gut reden können, dann ist das der Schlüssel zum beruflichen Erfolg. Aber es ist vielmehr das Zuhören, das gut ankommen wird und vor allem ganz wesentlich dazu beiträgt, das Klima im Betrieb zu verbessern. Dies gilt auch in besonderem Maß für Vorgesetzte - die Mitarbeiterinnen werden es sehr zu schätzen wissen und es wird auch die Loyalität und Motivation erhöhen, wenn man einen Chef hat, der ein sogenanntes offenes Ohr hat.

 

5. Gemeinsame Aktivitäten

Unternehmungen, die gemeinsam erlebt werden, fördern nachweislich das Betriebsklima, verbessern die Kommunikation, das Verständnis füreinander und ist oft eine wichtige Grundlage für eine zukünftige, positive Zusammenarbeit. Manchmal ist es anstrengend, den ganzen Tag in der Arbeit zu verbringen und dann noch auf eine Betriebsfeier zu gehen, aber es zumindest hin und wieder zu tun lohnt sich definitiv.

 

In diesem Sinne: noch einen schönen Arbeitstag :-)

 

Warum wir Negatives viel besser aufnehmen als Positives

Die meisten Menschen sind ja recht gut darin das Negative aufzunehmen und es zu verinnerlichen und so viel schlechter darin, das Positive zu sehen und bewusst wahrzunehmen. Worst-Case-Szenarien können wir uns viel leichter vorstellen als Best-Case-Szenarien. Aber warum ist das so? Welchen Grund gibt es dafür, dass wir uns das Leben selbst so schwer machen?

 

Das Beruhigende an der Sache: wir sind nicht einfach masochistisch veranlagt sondern das hatte ursprünglich schon seinen Sinn. Der Steinzeitmensch war darauf angewiesen, sich vor allem das Negative einzuprägen, da es sein Leben retten kann. Das heißt, er musste wissen, welches Tier ist gefährlich  oder welche Abgründe sind zu tief oder auf wen er sich nicht verlassen konnte. Und er musste sich diese Erfahrungen auch einprägen, damit ihm Negatives nicht nochmals passierte, denn es konnte ihn das Leben kosten. Sich auf das Negative zu fokussieren war eine sinnvolle Überlebensstrategie.

 

Aber wie ist das heute? Heute steht uns dieses negative Denken eher im Weg als dass es uns nützlich ist. Die gute Nachricht: wir können es ändern! Bis zu einem gewissen Grad haben wir es in der Hand unsere Gedanken von negativ auf positiv umzustellen. Je mehr wir uns die positiven Dinge, die es in unserem Leben gibt, bewusst machen, umso mehr werden wir sie wahrnehmen und spüren. Je mehr wir uns immer wieder bewusst weglenken von den negativen Dingen hin zu den Positiven, umso leichter wird es uns fallen noch mehr Positives zu sehen. Das Geheimnis ist es, sich dafür ganz bewusst Zeit zu nehmen. Vor allem in Situationen, in denen man das Gefühl hat, dass grade alles dunkel und sinnlos ist. Sich hier bewusst zu überlegen, was es noch Positives im Leben gibt, kann sehr viel bewirken.

 

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, aber wir können unser Gehirn darauf trainieren, dies alles viel mehr wahrzunehmen. Ein guter Trick ist es auch, beim Einschlafen an was Schönes zu denken - nachweislich wird daraufhin der Schlaf ruhiger und besser und wir starten auch positiver in den neuen Tag.

Positiv denken bedeutet nicht den Sinn für die Realität zu verlieren und alles Negative auszublenden und zu ignorieren, sondern es bedeutet die guten Dinge, die in unserem Leben passieren mit allen Sinnen und aller Intensität wahrzunehmen. Das können bereits kleine Dinge sein - ein nettes Gespräch, ein Lächeln, die Sonne scheint, die Blumen blühen, die Liebe, die wir empfinden,...

 

Ich wünsche dir, dass du die guten Dinge in deinem Leben immer mehr wahrnimmst. Damit das Positive immer öfter die Oberhand gewinnt. Viel Spaß beim Trainieren und alles Gute!

 

5 Tipps für mehr Selbstliebe

Selbstliebe wird oft in Zusammenhang gebracht mit Egoismus und somit negativ bewertet. Aber Selbstliebe ist etwas vollkommen anderes. Es bedeutet sich selbst anzunehmen, so wie man ist. Aufzuhören sich verbiegen zu wollen für andere, für andere mehr da zu sein als für sich selbst. Häufig wird das, was andere über uns denken wichtiger genommen als das, was wir selbst über uns denken. Wir tun viel dafür von anderen angenommen, akzeptiert und geliebt zu werden und so manch einer mag sich nicht mal selbst besonders gern, geschweige davon, dass er/sie sich liebt. Und nur die Selbstliebe macht uns unabhängig davon, was andere über uns denken. Nur die Selbstliebe hindert uns daran uns für andere zu verbiegen und unsere Grenzen nicht anzuerkennen. Und nur die Selbstliebe macht es uns möglich uns aus destruktiven Beziehungen zu lösen. Selbstliebe gibt uns Selbstvertrauen und Zuversicht.  

Aber wie kann man sie lernen die Selbstliebe, wenn man noch zu wenig davon hat? Hier ein paar Tipps dazu:

  1. Kümmere dich um dich selbst: mach wieder mehr von den Dingen, die du liebst, unabhängig davon, ob auch dein Partner/Kinder/Freunde das möchten. Tue Dinge nur für dich und nimm dir auch die Zeit dafür.
  2. Verbanne deinen inneren Kritiker: kennst du das, wenn du dir selbst immer wieder sagst, welchen Blödsinn du nun schon wieder gemacht hast, dass du dich selbst als dumm/hässlich/unzulänglich/wertlos/etc bezeichnest? Dann ist es höchste Zeit, diesen inneren Kritiker zu verbannen. Jedes Mal, wenn du merkst, dass du etwas Negatives über dich denkst, verbiete dir selbst so etwas über dich selbst zu denken.
  3. Verzeihe dir selbst: egal, was es war, das du nicht aus dem Kopf bekommst und das dich ärgert. Schwamm drüber - beim nächsten Mal wirst du es besser machen. Betrachte es als wichtige Lernerfahrung.
  4. Sei stolz auf dich selber: dies ist die Umkehr vom inneren Kritiker. Meist sind wir sehr gut darin, unsere Misserfolge zu analysieren und nachzudenken über die Dinge, die nicht so geklappt haben. Aber lerne auch mal deine Erfolge zu feiern, dich selbst zu loben und einfach stolz zu sein auf das, was du bereits erreicht hast.
  5. Sei nicht so streng mit dir selbst: Etwas hat nicht geklappt wie es sollte? Dir ist nicht gelungen, was du dir vorgenommen hast oder du hast ein bestimmtes Ziel nicht erreicht? Mach dich nicht selber klein deshalb - glaub daran, dass es beim nächsten Mal gelingen wird und hadere nicht mit dem Nicht-Gelingen. Glaub an dich!

Selbstliebe ist wichtig. Sie gibt uns Selbstvertrauen und innere Stärke. Mit Selbstliebe sind wir erfolgreicher und sie macht uns großzügig und tolerant uns selbst und anderen gegenüber.

Dass du selbst genug Selbstliebe hast oder immer mehr findest, das wünsche ich dir. Alles Gute!

 

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Oh, du Fröhliche... 4 Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit

Eigentlich sollt es ja eine der schönsten Zeiten im Jahr sein - besinnlich, familiär, friedlich, gemütlich. Aber die Realität sieht oft anders aus. Nie wird in Familien so viel gestritten wie um die Weihnachtszeit und nur selten werden so viele Erwartungen enttäuscht. Deshalb hat sich auch eine neue Spezies entwickelt: die sogenannten Weihnachtsmuffel. Sie verweigern Weihnachten mehr oder weniger, erwarten nicht viel und können so auch nicht wirklich enttäuscht werden. Der Nachteil: sie fallen auch um den Genuss von Weihnachten um und um die schönen Seiten. Auf der anderen Seite gibt's die Weihnachtsfanatiker - sie fangen schon im Oktober mit den ersten Weihnachtsdekorationen an und sind natürlich am gefährdetsten enttäuscht zu werden. Die meisten von uns liegen wohl irgendwo dazwischen, aber fast jeder wünscht sich eine besinnliche und angenehme Zeit im Kreise seiner Lieben.

Aber was kann man tun, damit die Weihnachtszeit auch wirklich entspannt und angenehm wird? Hier ein paar Tipps:


1. Erwartungen der Familie frühzeitig klären und Kompromisse finden: als traditionelles Fest der Familie möchte natürlich jede Familie ihr "Stück vom Kuchen" haben. Paare müssen sich irgendwie einigen, wo man das Weihnachtsfest verbringt - bei der einen oder der anderen Familie. Entscheidet man sich für eine Seite, riskiert man Enttäuschung auf der anderen Seite. Hat man selbst schon Kinder, möchte man vielleicht nur zu Hause alleine mit den Kindern feiern. Es ist sehr hilfreich, dies frühzeitig mit dem Partner zu besprechen und dann auch die Verwandten entsprechend vorzubereiten, damit es nicht an Weihnachten oder knapp davor zu unangenehmen Überraschungen kommt.


2. Die Geschenkeflut eindämmen oder frühzeitig erledigen: wer sich gerne in den vorweihnachtlichen Konsumrausch wirft, für den ist das natürlich eine tolle Sache. Für diejenigen, für die es nur Stress bedeutet, wäre es wichtig, bereits frühzeitig zu überlegen für wen man was kaufen möchte und dies bereits im November zu erledigen. Wenn man dem Konsum ganz entkommen möchte, sollte man auch eine Vereinbarung innerhalb er Familie treffen, was die Geschenke betrifft. Viele nehmen sich immer wieder vor, das im nächsten Jahr anders zu machen und laufen dann doch wieder unter großem Stress am 23. zum Power Shopping, weil wieder nichts geklärt und angesprochen wurde und man niemanden enttäuschen möchte.


3. Planung ist alles: angefangen beim Essen über die Einkäufe, die Geschenke bis hin zu den Verwandtenbesuchen. Je mehr du planst und je weniger du dem Zufall überlässt, umso weniger Stress wirst du haben, alles unter einen Hut zu bekommen. Und wenn du gut planst, merkst du auch schon frühzeitig, wenn du dir Unmögliches aufbürdest und kannst rechtzeitig gegensteuern.


4. Erlaube dir aus Traditionen auszubrechen: wenn das traditionelle Weihnachtsfest dir jedes Jahr Probleme bereitet und du jetzt schon weißt, dass es für dich in Stress, Streit oder Ärger endet, dann ändere etwas. Überlege dir gut, was du ändern möchtest und bereite dein Umfeld frühzeitig auf die Änderungen vor, damit sich jeder darauf einstellen kann. Damit verhinderst du, dass an Weihnachten oder kurz davor, wenn eh schon jeder angespannt ist, die Emotionen überkochen


Ich wünsche dir auf jeden Fall eine besinnliche Adventszeit und, wie auch immer du dich entscheidest Weihnachten zu feiern, ein stressfreies und entspanntes Weihnachtsfest im Kreise deiner Lieben. Alles Gute!

Resilienz - 5 Dinge, die uns in der Krise helfen

Fluss und Pflanzen

Menschen sind unterschiedlich. Manch einer zerbricht an der kleinsten Krise, während andere wirklich schlimme Dinge erleben und trotzdem wieder einen Weg finden aufzustehen und nach vorne zu sehen. Aber was unterscheidet die einen von den anderen? Die Psychologie glaubt, dass es die Resilienz ist, die den Unterschied macht. Doch  was genau ist es, das einen Menschen resilient macht? Hier ein paar Ergebnisse der aktuellen Resilienzforschung:

 

1. Akzeptanz: resiliente Menschen sind besser als Andere dazu in der Lage, sich mit den Gegebenheiten abzufinden und sie zu akzeptieren. Sie vergeuden keine oder wenig Zeit mit dem Nachdenken über "was wäre gewesen, wenn".

 

2. Optimismus: resiliente Menschen haben den festen Glauben daran, dass sich die Dinge in Ihrem Leben wieder zum Guten wenden werden. Dieser Glaube hilft durch die schwere Zeit zu kommen.

 

3. Selbstwirksamkeit: ganz besonders wichtig: die Überzeugung selbst wirksam zu sein, selbst die Dinge lenken zu können und Einfluss auf eine positive Entwicklung zu haben.

 

4. Denken in Lösungen: dies bedeutet, nicht wieder und wieder das gleiche Problem durchzudenken und darin stecken zu bleiben, sondern wieder den Blick nach vorne zu richten. Was kann ich tun, damit die Situation besser, erträglicher wird?

 

5. Hilfe annehmen können: resiliente Menschen scheuen sich nicht um Hilfe zu bitten und sie auch anzunehmen. Dadurch erfahren sie auch mehr Hilfe als andere und sind weniger alleine.

 

Die gute Nachricht: Resilienz kann man nachweislich erlernen. Am leichtesten in der Kindheit, aber auch noch als Erwachsener. Dabei geht es nicht darum, gegenüber Krisen und seinen eigenen Emotionen abzustumpfen, sondern darum, einen besseren Umgang damit zu erlernen. Obige Punkte sollen dabei helfen.

Je nach Schwere der Krise kann es sinnvoll sein, sich professionelle Unterstützung zu suchen oder sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

 

Ich wünsche dir, dass sich die Krisen in deinem Leben in Grenzen halten und, dass du sie gut meisterst, wenn sie auf dich zukommen. Hoffentlich helfen dir die 5 Punkte ein wenig, wieder leichter aus der Krise zu kommen. Alles Gute!

 

Psychologische Behandlung von Krisen

Die 5 Phasen der Liebe

Herz im Sand am Wasser

Die Liebe zwischen zwei Menschen - wohl eines der schönsten Geschenke, die uns das Leben machen kann. Am Anfang sind da die himmlischen Schmetterlinge, aber auch alles Weitere kann wunderschön sein, wenn man sich drauf einlässt, dass sich die Liebe im Laufe der Zeit verändert. Wer alle fünf Phasen durchlebt, hat gute Chancen, dass die Liebe für immer halten kann.

 

Phase 1: Die Verliebtheit

Wenn man jemanden kennenlernt und die sogenannte Chemie stimmt, dann kommt es zu den allseits bekannten Schmetterlingen im Bauch. Man kennt sich noch kaum und dennoch will man sich ständig sehen, jede Minute ohne den anderen scheint wie eine Ewigkeit. Man ist blind vor Liebe, sieht den anderen so, wie man ihn sehen möchte und man schwebt auf Wolke 7. So sehr man es sich auch wünschen mag, aber diese Phase ist nicht für die Ewigkeit bestimmt - im Schnitt dauert sie ein halbes Jahr, bei manchen kürzer, bei manchen länger. Aber irgendwann flattern die Schmetterlinge immer weniger und bei vielen bedeutet das auch schon das Ende der Beziehung.

 

Phase 2: Das Erkennen des Anderen

Diejenigen, die Phase 1 überstanden haben treten dann in Phase 2 über. Zeitgleich mit dem Schwinden der Schmetterlinge schwindet auch die rosarote Brille. Immer mehr erkennt man den Partner als den, der er wirklich ist und nicht mehr als den, den man gerne hätte. Manchmal fragt man sich, ob man sich wirklich so in dem anderen getäuscht hat und oftmals macht sich Enttäuschung breit. In Phase 1 erkennt man mehr die Gemeinsamkeiten, in Phase 2 werden die Unterschiede deutlich. In dieser Phase passieren die meisten Trennungen. Was schade ist, denn ob man wirklich zusammen passt, wird erst nach 3-5 Jahren offensichtlich.

 

Phase 3: Der Machtkampf

Phase 3 ist eigentlich eine logische Fortsetzung von Phase 2. Die Gegensätze werden immer offensichtlicher und die Folge sind Macht- und Revierkämpfe. Meist denkt man in dieser Phase zumindest gelegentlich an Trennung und man  fragt sich , ob man hier schon den Richtigen erwischt hat, obwohl man in Phase 1 nicht die geringsten Zweifel hatte.

 

Phase 4: Die Akzeptanz

Sofern man Phase 3 überstanden hat wartet in Phase 4 etwas ganz Besonderes. Das Akzeptieren des Partners als derjenige, der er wirklich ist. Das Annehmen des Partners mit all seinen Stärken und Schwächen. Nach all den Machtkämpfen in Phase 3 zieht jetzt wieder Harmonie und Gelassenheit in die Beziehung ein.

 

Phase 5: Die Belohnung

In Phase 5 wartet die Belohnung dafür , dass man so lange durchgehalten hat und alle Phasen mit ihren guten und schwierigen Seiten überstanden hat. Die Belohnung dafür, dass man nie aufgegeben hat und an sich, den Partner und die Beziehung geglaubt hat. Man hat das Gefühl angekommen zu sein, zu Hause zu sein.

 

Ich wünsche dir, dass deine Beziehung glücklich ist, dass du es schaffst nach vorne zu sehen und alle Phasen gut zu durchleben um am Ende auch wirklich "zu Hause" anzukommen. Beziehungen durchlaufen manchmal schwierige Phasen, falls du das Gefühl hast, es alleine nicht mehr zu schaffen, scheue dich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen - manchmal braucht es nur eine kleine Anregung von außen. Viel Glück und Erfolg in deiner Partnerschaft und alles Liebe!

5 Tipps für einen gesunden Schlaf

Zweige Fluss

Kennst du das? Wenn du dich abends im Bett hin- und herwälzt und einfach keinen Schlaf finden kannst? Wenn die Gedanken in deinem Kopf nicht und nicht weichen wollen und sich wie in einem Karussell immer weiter drehen? Wenn dies regelmäßig der Fall ist, kann es zu einer chronischen Schlafstörung kommen, die auch deinen Tag negativ beeinflusst. Die Folge sind Tagesmüdigkeit, nachlassende Konzentration und erhöhte Stressanfälligkeit. Bei langer Dauer kann es auch zu stärkeren körperlichen Beeinträchtigungen kommen.

 

Um die negativen Auswirkungen des Schlafmangels zu verhindern und wieder zu einem gesunden Schlaf zu kommen, hier ein paar Tipps für eine erholsame Nachtruhe:

 

Tipp 1: Schließe den Tag ab

Vielen Menschen fällt das Einschlafen deshalb so schwer, weil der Tag noch nicht abgechlossen ist und dieser einen dann noch im Bett verfolgt. Schreibe dir vor dem Schlafen gehen drei Dinge auf, die gut gelaufen sind und drei Dinge, die nicht so gut waren. Dies hilft den Tag abzuschließen und loszulassen.

 

Tipp 2: Bereite den morgigen Tag bewusst vor

Manchmal kann man nicht einschlafen, weil man die ganze Zeit darüber nachdenkt, was morgen alles zu erledigen ist. Schreibe dir vor dem Schlafen gehen drei Dinge auf, die morgen zu erledigen sind. Dies verhindert dass du beim Einschlafen darüber nachgrübelst. Falls dir trotzdem noch Dinge einfallen, die morgen zu erledigen sind, lege dir einen Zettel und einen Stift neben das Bett und schreibe die Dinge sofort auf. Sobald die Sachen am Papier stehen, wird sich dein Geist leichter tun sie loszulassen.

 

Tipp 3: Nutze das Licht der Sonne

Durch Sonnenlicht wird im Körper Serotonin produziert. Dieses Hormon ist das sogenannte Glückshormon. Aber es macht nicht nur glücklich, sondern sorgt auch dafür, dass am Abend Melatonin erzeugt wird: das Schlafhormon. Auch eine Lichttherapie kann dies unterstützen.

 

Tipp 4: Nimm ein warmes Bad

Gerade in der kalten Jahreszeit kann ein Bad wirklich sehr unterstützend wirken um gut zu schlafen. Der Körper kann sich im Bad gut entspannen und die Füße sind bereits warm, wenn man ins Bett geht.

 

Tipp 5: Stresse dich nicht, wenn das Einschlafen nicht klappt

Was besonders wichtig ist: Wenn du länger zum Einschlafen brauchst oder Nachts aufwachst und nicht mehr einschlafen kannst, dann stresse dich nicht. Mach dir bewusst, dass auch ruhiges Liegen bereits eine erholsame Wirkung hat. Das gestresste schauen auf den Wecker und Stunden zählen bis zum Aufstehen bringt nur Stress und das verhindert den Schlaf. Beruhige dich, atme langsam und sage dir: ich muss nicht schlafen, es reicht wenn ich mich ausruhe.

Besonders hilfreich kann dabei auch das erlernen einer Entspannungsmethode sein, zB Autogenes Training oder progressive Muskelralaxation. Ich biete dazu regelmäßig Kurse an, die du unter Aktuelles findest.

 

Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass dein Schlaf durch diese Tipps besser und erholsamer wird, sodass du am Tag voller Elan und Energie bist. Alles Gute beim Anwenden der Tipps und eine gute Zeit!

Prokrastination oder ganz altmodisch: Aufschieberitis

Prokrastination scheint eines der neuen Modewörter zu werden. Ein Wort für ein altbekanntes Phänomen - die Aufschieberitis.

Wer kennt das nicht? Dinge, die man gern von Tag zu Tag weiterschiebt, als würden sie sich eines Tages von selbst lösen. Dinge, die man bis zu einem bestimmten Termin so lange aufschiebt bis man auf den letzten Drücker einen Mega-Stress bekommt. Nur leider: Das Aufschieben erzeugt unnötigen Druck und letztlich kann es sogar der Gesundheit schaden.

Man geht davon aus, dass fast jeder zweite von Aufschieberitis betroffen ist - an manchen Unis gibt es inzwischen Prokrastinations-Ambulanzen, da dies auch unter Studenten sehr verbreitet ist. Man vermutet, dass das Internet den Aufschiebe-Effekt durchaus verstärkt, da man sich davon rund um die Uhr (scheinbar sinnvoll) ablenken lassen kann.

Aber was kann man jetzt tun gegen das ewige Aufschieben? Viele Aufschieber merken ja, dass ihnen das gar nicht gut tut und dennoch rutschen sie immer wieder in diese Falle.

  • HInterfrage deine Gründe: Eine Möglichkeit ist es, sich zu fragen, warum man etwas wieder und wieder aufschiebt. Hat man vielleicht Angst, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein? Dann kann man sich in einem zweiten Schritt fragen, was brache ich um die Aufgabe zu bewältigen? Und erhöht damit die Chance die Aufgabe zeitgerecht zu erledigen. Denn je weniger Zeit umso schwieriger wird es, alle Ressourcen auszuschöpfen. Oder macht mir die Aufgabe einfach keinen Spaß? Dann macht es umso mehr Sinn, sie so schnell wie möglich hinter sich zu bringen - damit man sich rasch wieder Dingen zuwenden kann, die mehr Spaß machen.
  • Verschriftliche deine To Do Liste: Manchmal hilft es auch, die zu erledigenden Dinge aufzuschreiben und mit sich selbst verbindliche Vereinbarungen zu treffen, bis wann man startet. Aufschreiben verhindert, dass man die Dinge immer ungeordnet im Kopf hat und Ungeordnetes ist manchmal schwierig anzugehen. Außerdem erhöht das Aufschreiben die Verbindlichkeit der Aufgabe.
  • Aufgabe zu groß: Es kann auch sein, dass man mit einer Aufgabe erst gar nicht startet, weil man sie wie einen riesengroßen und unüberwindlichen Berg vor sich sieht. Dann macht es Sinn die Aufgabe in kleine Unter-Aufgaben zu unterteilen die sich bewältigbar anfühlen. Und dann ein Schritt nach dem anderen..
  • Belohne dich selbst: Und ganz besonders wichtig: Belohne dich fürs Nicht-Aufschieben. Versprich dir selbst irgend etwas, das dir gut tut, wenn du die Aufgabe zum geplanten Zeitpunkt angehst. Das kann ein Abend im Kino sein, ein schönes Abendessen, ein Wellnessnachmittag, neue Schuhe oder eine Tafel Schokolade. Was auch immer es ist - trickse dich aus und schaffe dir selbst Anreize!

Die Aufschieberitis steckt ja ein bisschen in uns allen drin - im einem mehr im anderen weniger. Ich wünsche dir, dass es dir immer wieder gelingt, deiner persönlichen Aufschieberitis ein Schnippchen zu schlagen - sodass du in den Genuss einer To-Do Liste kommst die sich durch ganz viele abgehakte Aufgaben auszeichnet. Du wirst sehen, wie stolz dich das macht und wie sehr sich deine Motivation erhöht, gleich die nächste Aufgabe anzugehen. Viel Spaß beim Erledigen, beim Belohnen und beim Genießen! Alles Gute!


Weniger Angst = mehr Glück

Es gibt viele Dinge, die unserem Glück im Weg stehen, aber in den meisten Fällen sind wir es selbst, die dem Glück im Weg stehen und unsere eigenen Gefühle. Und die Ohnmacht, mit der wir uns den eigenen Gefühlen ausgeliefert fühlen. Eines dieser Gefühle, die dem Glück ganz besonders im Weg steht ist die Angst. Und ganz oft die Angst vor Dingen, die niemals eintreten werden.

Prinzipiell ist Angst ein sinnvolles Gefühl. Wenn man einer Gefahr gegenübersteht, ist es eines von drei Dingen, die sofort in uns ausgelöst werden - flight, fight or freeze. Entweder haben wir den Reflex zu flüchten, also vor der Gefahr davonzurennen, was Sinn macht, wenn wir zB einem gefährlichen Tier gegenüberstehen (leider sind die meist schneller als wir, somit ist die Flucht nicht immer erfolgreich, aber immerhin besser als nichts zu tun und glücklicherweise passiert es in unseren Breiten ja auch nicht allzu häufig) oder wir haben den Reflex zu kämpfen, zB wenn wir einer Person gegenüberstehen, die uns angreift und der wir uns gewachsen fühlen (fühlen wir uns nicht gewachsen wäre dann wohl wieder die Flucht das Mittel der Wahl). Oder wir erstarren - das ist der Totstellreflex, den man häufig in der Tierwelt antrifft - aber auch wir Menschen fühlen uns manchmal starr vor Schreck.

Und all diese Reaktionen sind mehr als sinnvoll, wenn wir uns einer realen Gefahr gegenüber sehen. Aber wie oft haben wir Angst vor Dingen, die niemals passieren werden? Oder die niemals im vollen Ausmaß eintreten werden? Viele Menschen verzichten aufgrund ihrer Ängste auf Dinge, die sie eigentlich gerne tun. Die Psychologie nennt das dann Vermeidungsverhalten. Und dann verliert die Angst ihre Sinnhaftigkeit und steht uns nur noch im Weg - und unserem Glück.

Ein erster Schritt wäre zu hinterfragen: "Wie wahrscheinlich ist es, dass xy eintritt?" Meist kommt man dann drauf, dass es gar nicht so wahrscheinlich ist. Und selbst wenn, dann ist es in den meisten Fällen immer noch Zeit genug, sich dann damit zu beschäftigen, wenn die Situation eintritt. Was bringt es zB sich immer Gedanken darüber zu machen, dass man seinen Job verlieren könnte. Man sorgt sich über etwas, das vielleicht niemals eintritt und selbst wenn es irgendwann eintritt, kann man sich dann immer noch beschäftigen. Man kann nur vorbeugend wirken und seinen Job so gut wie möglich machen - aber die Sorgen bringen einen nicht weiter - sie hemmen nur. Es gibt Menschen, die leben Jahre und Jahrzehnte in Angst vor Dingen die niemals eintreten - und verschwenden damit Jahre ihres Lebens mit sinnloser Angst und unbegründeten Sorgen.


Also:

Schritt 1: Hinterfrage, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Situation tatsächlich eintritt.

Schritt 2: Nimm dir vor, dich dann mit der Situation zu beschäftigen, wenn sie tatsächlich eintritt,

Schritt 3: Beuge vor, aber mach dir keine sinnlosen Sorgen.


Leichter gesagt als getan? Ja, auf jeden Fall! Aber Übung macht den Meister. Und wenn du das Gefühl hast, dass deine Ängste immer mehr dein Leben dominieren, dann scheue dich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.


Ich wünsche dir, dass du immer in der Lage bist, deine Ängste und Sorgen in den Griff zu bekommen, sodass du dein Leben in vollen Zügen genießen kannst. Viel Erfolg und alles Gute! 

4 Tipps gegen herbstliche Stimmungstiefs

Kennst du das, dass deine Stimmung in dem Maß schlechter wird wie die Tage kürzer werden? Viele Menschen leiden unter dem Mangel an Licht, im schlimmsten Fall kommt es zu einer sogenannten saisonal abhängigen Depression. Je weniger Tageslicht wir haben umso weniger produzieren wir Serotonin - das Gute-Laune-Hormon. Die gute Nachricht: wir sind dem nicht ganz hilflos ausgeliefert und können dem Absinken unserer Stimmung aktiv gegenwirken.


Hier ein paar Tipps dazu:


1. Umgib dich mit fröhlichen Farben:

Nachweislich hilft es, sich im Herbst und Winter vermehrt mit Farben zu umgeben, die die Sonne symbolisieren. Gelb, Orange oder Rot zum Beispiel.  Aber auch Farben mit denen du dich wohl fühlst sind gut - als allgemeine Stimmungsaufheller - und das ganz ohne Nebenwirkungen.


2. Bewegung in der Natur:

Ja, je kürzer die Tage sind, umso weniger Zeit haben wir uns im Freien zu bewegen. Vor allem, wenn man das Gefühl hat im Dunkeln zur Arbeit zu fahren und im Dunkeln wieder heimzukommen. Aber versuche dennoch aktiv Zeit dafür einzubauen. Nutze deine Mittagspause, versuche am Morgen ein paar Schritte zu Fuß zu gehen oder am Abend einen Spaziergang zu machen bevor es dunkel wird. Und vor allem: nutze die Wochenenden für ausreichend Bewegung im Freien!


3. Persönliche Gute-Laune-Strategie

Du selbst kennst dich selbst am besten und weißt genau, was dir gut tut. Gönn dir in der lichtarmen Jahreszeit umso mehr davon - als Ausgleich. Das kann alles Mögliche sein: tanzen, singen, kuscheln, mit Freunden treffen, ins Kino gehen, einen Wellness-Tag einlegen - alles, was dir gut tut wird dir helfen.


4. Licht, Licht, Licht

Vollkommen logisch - gleiche ich das fehlende Licht aus, kann ich die trübe Stimmung abfangen. Das heißt, nutze jeden Sonnenstrahl oder denke über eine Lichttherapie nach. Wenn du z.B. bei mir in psychologischer Behandlung bist, kannst du die Lichttherapie kostenlos nutzen.

 

Wird das Absinken der Stimmung zu heftig, scheue dich nicht psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ansonsten wünsche ich dir sehr, dass dir die obigen Tipps helfen, gut durch den kommenden Herbst und Winter zu kommen, damit du auch die positiven und schönen Seiten dieser Jahreszeit genießen kannst. Alles Gute und viel Erfolg!

 

Vom Nichtstun - Praxis-Check

Gelegentlich muss ich mich ja auch darauf besinnen, meine eigenen Tipps mal wieder selber auszuprobieren. Unter uns: ich schreibe deshalb so viel über die positive Wirkung des Nichtstuns, weil es mir selbst so schwer fällt - aber genau weiß, wie gut es tut, wenn ich es dann mal umsetze.

Also, endlich Urlaub - allerhöchste Zeit meine eigenen Theorien mal wieder einem Praxis-Check zu unterziehen (man könnte mir dann zwar unterstellen, dass ich dann ja quasi wieder gearbeitet hätte, aber so streng wollen wir ja nicht sein, oder?).


Praxis-Check 1: Dasitzen und aufs Meer schauen

Also zuerst kams mir ja schon komisch vor, so gar nichts zu tun und nur zu schauen, aber auf einmal geht's ganz von alleine. Irgendwann schließt man dann auch noch die Augen und es wird noch besser. Nur noch den eigenen Atem spüren, den Wind auf der Haut, das Meer rauschen hören, den salzigen Duft des Meeres riechen...wunderbar. Gedanken einfach fließen lassen, nichts mehr festhalten, nur noch spüren und genießen. Sensationelle Entspannung.


Praxis-Check 2: Internet-Entzug

So sehr ich das immer predige, dass man sich auch mal lösen muss von den Annehmlichkeiten der virtuellen Welt, mir fällt das genauso schwer, mal auf alles zu verzichten, was an Internet Kommunikation und Information so möglich und machbar ist. Diesmal wurde es mir leicht gemacht: das Internet war eine Katastrophe. De facto ging es nur an einer bestimmten Stelle. Während ich am ersten Tag noch suchend nach einem Netz durch die Gegend lief, habe ich mich an Tag 2 damit abgefunden, dass es eben nicht geht. Und ich kann nur sagen: WUNDERBAR! Vor 20 Jahren noch war das völllig normal, jetzt ist es uns kaum möglich. Meine Empfehlung: ausprobieren. loslassen. entspannen. genießen!


Praxis-Check 3: Verpflichtungen loslassen

Mal nur zu zweit sein, ohne andere Menschen, ohne Arbeit, ohne Verpflichtungen - auch nicht drüber nachdenken, was alles zu tun ist, wenn man wieder zu Hause ist. Keine Pläne - einfach in den Tag hineinleben. Alles kann, nichts muss. Und wieder: loslassen. entspannen. genießen. Ooooooohhhm....


Kurzum: meine Tipps kann ich nach wie vor empfehlen. Ich bin super-entspannt für die neue Entspannungskurs-Saison, die nächste Woche startet und auch die Klientinnen in meiner Praxis können sich auf meine ungeteilte Aufmerksamkeit freuen.

Schön wieder zu Hause zu sein :-)

 

7 Tipps für eine harmonische Beziehung

Am Anfang einer Beziehung ist ja alles rosig. Der andere ist perfekt und der Himmel hängt voller Geigen. Aber irgendwann ist bekanntlich Schluss mit der rosaroten Brille, der Alltag kehrt ein und auch Streit wird Teil des Beziehungslebens. Soweit alles ganz normal und gut. Aber was, wenn es zu viel wird? Wenn die Kommunikationsprobleme in der Partnerschaft überhand nehmen? Dann wären hier ein paar Tipps, die euch das Leben in eurer Beziehung leichter machen und zu mehr Harmonie führen.

 

1. Wünsche und Bedürfnisse klar äußern

Grade wir Frauen erwarten von unseren Männern ja häufig, dass sie uns jeden Wunsch von den Augen ablesen und sind enttäuscht, wenn sie es nicht tun. Aufzuhören diese Erwartung zu haben, kann sehr viel bewirken. Es führt dazu, dass man anfängt zu sagen, was man tatsächlich möchte und dem Gegenüber damit auch eine realistische Chance  gibt, die  Erwartungen zu erfüllen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Männer, die auch oft nicht sagen was sie möchten. Das Ergebnis ist das Gleiche: Enttäuschte Erwartungen. Also: Sag, was du möchtest und sag es so, dass der andere es auch versteht.

 

2. Keine Herabsetzungen

Manchmal ist man so verärgert und enttäuscht vom anderen, dass man ihn verletzen will und klein macht und herabwürdigt. Dies untergräbt aber den Respekt voreinander. Egal, wie wütend man aufeinander ist, man sollte sich nicht dazu hinreißen lassen seine/n Parter/in zu beleidigen. Dies führt nur zu Enttäuschungen und zu einer entsprechenden Erwiderung. Ein Teufelskreis.

 

3. Keine Schuldzuweisungen

Wer hat jetzt Schuld an einem Streit oder an Dingen, die nicht so funktionieren wie sie sollten. Man weist ja so gerne die Schuld ganz weit von sich und am naheliegendsten ist es, sie demjenigen anzuhängen, der grade zur Verfügung steht. Aber es spielt keine Rolle. Lösungen zu suchen bringt viel mehr als sich im Problem zu verheddern.

 

4. Zeit füreinander nehmen

Oftmals beherrschen Fernsehen, Computer, Handies, der Job, Freunde, Familie etc das Partnerschafts- leben. Bewusst Zeit füreinander zu nehmen, ohne all dies, kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten , dass die Partnerschaft lebendig und kommunikativ bleibt. Nehmt euch Zeit, die nur euch beiden gehört: Qualitätszeit ist das Zauberwort.

 

5. Keine alten Geschichten aufwärmen

Wer kennt das nicht? Der Partner/die Partnerin macht was falsch und es erinnert uns gleich an gefühlte 1000 Sachen die er/sie in der Vergangenheit noch falsch gemacht hat. Und schon fällt ein Berg von Vorwürfen auf das Gegenüber und der versteht die Welt nicht mehr. Lasst alte Geschichten dort wo sie hingehören - in der Vergangenheit. Ist das immer leicht? Nein, aber je bewusster man sich dafür entscheidet umso positiver kann sich eine Beziehung entwickeln.


6. Aufmerksamkeit

Ein freundliches Wort, ein Kompliment, ein Danke, eine nette Geste, kleine Geschenke,... All dies wirkt in einer Beziehung wie Wasser und Sonne für eine Pflanze. Damit bringst du deinem Partner/seiner Partnerin Wertschätzung entgegen. Mehr Harmonie, Wohlbefinden und Wachstum werden folgen.


7. Lachen

Lass mal 5e grade sein und sei nicht allzu streng - nicht alles krumm nehmen und auch mal über die eigenen Fehler lachen können. Und vor allem ganz viel miteinander lachen. Dann sind die meisten Dinge gleich halb so wild.

 

Wenn du dich an diese Tipps hältst, wird deine Beziehung dann perfekt sein? Nein, sicherlich nicht, weil es Perfektion gar nicht gibt. Glücklicherweise - Perfektion ist langweilig. Aber ein bisschen harmonischer wird's werden und das ist schon ganz schön viel wert :-)

Dass deine Partnerschaft die nötige Harmonie hat oder wieder findet, das wünsche ich dir. Viel Spaß beim Anwenden der Tipps - alles Gute und viel Liebe für deine Beziehung!

 

Von der positiven Macht der Dankbarkeit

"Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind." Francis Bacon.

Das Wort Dankbarkeit ist neben der Liebe eines der kraftvollsten und positivsten Worte unserer Sprache. Dankbarkeit ist der Schlüssel zu innerer Harmonie, Freude und letztlich auch zu einem erfüllten Leben.

Oft ärgern wir uns über Kleinigkeiten und vergessen die Dinge in unserem Leben, für die wir dankbar sein können. Wir setzen einen falschen Fokus - sehen auf die Dinge, die nicht passen statt auf die, die passen. Vieles halten wir für selbstverständlich - ein Dach über dem Kopf zu haben, genug zu essen zu haben, in einem sicheren Land zu leben, Menschen um uns herum, die uns schätzen und lieben, und und und.... Wenn wir unseren Blick abwenden von dem, was uns gerade ärgert, hin zu den Dingen, die gut laufen, für die wir dankbar sein können, dann wird sich unsere Stimmung schlagartig verbessern. Und die Dinge über die wir uns ärgern, die uns traurig machen oder unzufrieden relativieren sich, werden oft klein und unwichtig.

Was gibt es in deinem Leben, wofür du ehrlich dankbar sein kannst? Schließe ganz kurz die Augen und zähle in Gedanken die Dinge auf, die gut laufen in deinem Leben, für die du dankbar sein kannst. Die Menschen, auf die du zählen kannst und diejenigen, die Freude in dein Leben bringen. Die Erfolge, die du zu verbuchen hast, alles, was du bereits erreicht hast. Freude, die du erlebt hast. Dinge, auf die du dich freuen kannst. Die Freiheiten, die du in deinem Leben hast. Deine Arbeit, deine Gesundheit, deine Möglichkeiten.  Natürlich darfst du auch für materielle Dinge dankbar sein - für alles, das du besitzt. Deine Wohnung, das gute Essen, das du heute genießen durftest, die Dinge, die du dir leisten kannst, die du dir erarbeitet hast.

Natürlich ist nicht jeder Tag schön, aber fast jeder Tag hat zumindest irgend etwas Schönes. Dankbarkeit hat auch sehr viel mit Achtsamkeit zu tun - damit, achtsam durch die Welt zu gehen und die Dinge, für die du dankbar sein kannst, auch tatsächlich wahrzunehmen, nicht achtlos daran vorbei zu gehen und sie für selbstverständlich zu halten.

Dass du die scheinbar alltäglichen Dinge, die unser Leben so lebenswert machen, tatsächlich erkennen und schätzen kannst und das wunderbare Gefühl der Dankbarkeit mehr und mehr kultivierst, das wünsche ich dir. Lasse jeden Abend deinen Tag Revue passieren und frage dich selbst: Wofür kann ich heute dankbar sein? Du wirst sehen, um wie viel schöner dein Leben wird durch diese einfache Frage. Viel Erfolg und vor allem viel Freude dabei!

Burnout und der gekochte Frosch

Was haben ein Frosch im Kochtopf und eine Person mit nahendem Burnout gemeinsam? Auf den ersten Blick wohl eher nichts, auf den zweiten sieht es anders aus. Denn beide merken nicht, dass die Katastrophe naht bevor es zu spät ist.

Wenn man einen Frosch in einen Topf mit Wasser gibt und das Wasser ganz langsam erhitzt, dann merkt der Frosch das nicht - bis es zu spät ist und er verbrüht ist. Ähnlich geht es einem Menschen, der in ein Burnout schlittert. Er merkt es oft erst dann, wenn es zu spät ist. Deshalb ist hier Prophylaxe, wie auch in vielen anderen Bereichen so wahnsinnig wichtig. Ein Burnout abzufangen ist um ein Vielfaches leichter als jemanden aus einem akuten Burnout wieder rauszuholen. Aber was sind die ersten Symptome? Woran erkenne ich, ob ich selbst oder jemand anderes geradewegs auf  einen Burnout zusteuert?

  • Sozialer Rückzug: jemand hat über einen längeren Zeitraum keinen Nerv und keine Zeit für seine sozialen Kontakte hat - Familie und Freunde werden mehr und mehr vernachlässigt. Auch für die Partnerschaft bleibt keine Zeit.
  • Müdigkeit und Erschöpfung machen sich breit und werden chronisch.
  • Es fällt immer schwerer sich zu konzentrieren, bei der Sache zu bleiben.
  • Gleichgültigkeit schleicht sich ein, gegenüber sich selbst, gegenüber anderen und auch in Bezug auf die Arbeit.
  • Suchtverhalten kann sich verstärken: vermehrtes Rauchen, vermehrter Alkoholkonsum.
  • Gefühl mangelnder Anerkennung.
  • Körperliche Beschwerden: diese können vielfältig sein, weil jeder Mensch anders somatisiert. Klassiker sind Kopfschmerzen, Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden, Rückenschmerzen,...

Wenn diese Symptome immer schlimmer werden und man an seiner Situation nichts ändert, kann dies im schlimmsten Fall im Burnout und im totalen Zusammenbruch enden.

Was kann man aber tun, wenn man diese Symptome bei sich selbst oder bei anderen erkennt?Natürlich hängt es immer davon ab, wie ausgeprägt die Symptome bereits sind, aber etwas ändern muss man auf jeden Fall. Definitiv schadet es nie, einen Fachmann oder eine Fachfrau für dieses Gebiet aufzusuchen (z.B. mich). Mit entsprechender Hilfe kann man einiges abfangen. Hilfe kann aber auch das soziale Umfeld bieten. Wieder mehr unter die Leute gehen, sich mit den Menschen umgeben, die man liebt und bei denen man sich wohl fühlt. Wieder anfangen den Hobbies nachzugehen. Zeit für sich selbst nehmen. Am Zeitmanagement arbeiten. Die Arbeit an sich hinterfragen. Mit Vorgesetzten sprechen und sehen, was man ändern kann. Sich Unterstützung holen. Meist ist es nicht die Arbeit alleine die Menschen in ein Burnout treibt. Burnout entsteht häufig dann, wenn Belastungen auf mehreren Ebenen unseres Lebens einsetzen. Wichtig ist dann eine rasche Entlastungen und auch die aktive Bitte um Hilfe. Ein Thema, das Vielen sehr schwer fällt. Keiner gibt gerne zu, dass er mit den Anforderungen nicht mehr zurecht kommt. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft in der alles darauf ausgelegt ist zu funktionieren. Aber es gibt Grenzen, die es zu erkennen gilt. Und zwar rechtzeitig.

Und genau dieses Erkennen ist das Problem - viele erkennen es nicht, sind wie gefangen in der Situation, wie in einem Tunnel und dann kommt es zu dem sogenannten Boiling-Frog-Syndrom. Man sieht die nahende Katastrophe nicht kommen... wie der nichtsahnende Frosch im Kochtopf.

 

Dass du selbst es immer schaffst, mit den Belastungen zurechtzukommen und auch rechtzeitig die Bremse zu ziehen, das wünsche ich dir. Sei achtsam - achte auf dich selbst und die Menschen in deiner Umgebung  damit du und deine Lieben auch weiterhin so zufrieden und entspannt sein könnt wie der Frosch auf dem Foto. Alles Gute und viel Erfolg!

Vom positiven Denken

Immer wieder kommen KlientInnen zu mir in die Praxis, denen Folgendes mit auf den Weg gegeben wurde: "Meine Mutter, meine Schwester, meine beste Freundin, etc. sagen ich soll halt positiver denken. Würde ich ja gerne, aber das ist doch nicht so einfach. Man kann doch nicht einfach positiv denken, wenn man nicht daran glaubt, dass etwas positiv ist, oder?w3"

Ja, richtig, ganz so einfach ist es nicht, vor allem nicht immer und nicht in jeder Situation ist es so mir nichts dir nichts möglich. Und es gibt auch Dinge und Ereignisse im Leben, die lassen sich nun mal einfach nicht schön-reden. Prinzipiell ist aber eines richtig - wer positiv denkt und Optimist ist, der lebt glücklicher. Oft machen wir uns ja völlig unbegründet Sorgen und malen uns schlimme Dinge aus die, Gott sei Dank, ja meist niemals passieren. Dennoch verwenden wir einen Großteil unsere Zeit uns darüber Sorgen zu machen, Und ja, in diesem Fall würde positives Denken uns das Leben ganz gewaltig erleichtern.

Hier mal ein paar Tipps, die dir das positive Denken erleichtern sollen:

  • Hinterfrage Situationen: ich weiß, es ist abgedroschen, aber was dran ist schon: Ich habe es selbst in der Hand, das Glas als halbleer oder als halbvoll zu betrachten. Wenn etwas passiert, das dir nicht gefällt, dann denk mal nach: gibt es auch eine Möglichkeit etwas Positives daran zu finden?
  • Vermeide Vergleiche: ja, mag sein, der Nachbar hat vielleicht den größeren Garten und die Arbeitskollegin den reicheren Mann und irgendein Millionär irgendwo hat überhaupt alles. Ja, und weiter? Das schmälert in keinster Weise, das was du hast. Überleg dir mal und schreib es dir auch auf, was du alles Gutes in deinem Leben hast und freu dich darüber - und zwar unabhängig davon ob irgendwer vielleicht noch mehr hat als du.
  • Blicke auf deine Erfolge: führe eine Liste über die Dinge, die du bereits erreicht hast. Was dir alles Gutes widerfahren ist. und immer, wenn du Zweifel hast. ob positives Denken grade das richtige für dich ist, dann nimm diese Liste zur Hand - und schon wird es dir leichter fallen wieder positiver zu denken
  • Lerne, dich über Kleinigkeiten zu freuen: geh mit offenen Augen durch dein Leben und nimm bewusst wahr, was es alles Schönes und Gutes um dich herum gibt, das es nur gilt wahrzunehmen. Geh an den schönen Kleinigkeiten nicht achtlos vorbei - genieße! Sei es ein schöner Schmetterling den du gesehen hast, oder ein freundlicher Mensch der dich angelächelt hat - ganz egal, was - fang an es wahrzunehmen.

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du anfängst dein Glas immer mehr als halbvoll zu betrachten, irgendwann vielleicht sogar als dreiviertel voll oder ganz voll. Viel Erfolg beim positiven Denken!

Vom Nichtstun - Teil 2

"..und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen." (Astrid Lindgren)

Ja, eigentlich wäre das schon so eine Sache, einfach dasitzen und vor sich hin schauen. Aber können wir das überhaupt noch? Haben wir das verlernt? Rund um die Uhr sind wir beschäftigt, haben Internet, Facebook und co auf unserem Handy und werden ständig von neuen Informationen beschossen. Neben den Informationen, die von außen auf uns zukommen, sind es auch noch unsere eigenen Gedanken, die uns meist auch noch ungebeten überfallen. Aber wann kommen wir zur Ruhe? Legen wir uns schlafen, jagen auch oft noch tausende Gedanken durch unser Gehirn. Dauerbefeuerung. Milliarden von Informationen - viele davon mit negativer Schwingung, fluten unser Nervensystem. Wird dieses System ununterbrochen befeuert, läuft es heiß und es kommt zu Überreaktionen: Cholerische Ausbrüche, Magenkrämpfe, dauernde Müdigkeit, Kopfweh, u.v.m. sind die Folge. Unser Geist kann keinen Frieden mehr finden. Dabei wären wir so sehr drauf angewiesen, in Zeiten von Burnout, Stress und Überforderung.

"Einfach mal dazusitzen und nichts zu tun" verändert die Reizverarbeitung im Nervensystem, indem es Pausen schafft. Damit können wir zur Ruhe kommen. Wir kennen das doch alle, wenn wir es endlich mal schaffen loszulassen, zb. am Meer zu sitzen, die frische Meeresluft riechen und einfach nur den Wellen zuzusehen, oder im Wald zu sein und einfach nur dem Wind und dem Zwitschern der Vögel zuzuhören. So einfach wäre es und doch fällt es uns so schwer einfach mal loszulassen...

Dass du mehr Ruhe in deinem Leben findest und viel mehr Zeit einfach mal dazusitzen und nichts zu tun, das wünsche ich dir. Viel Erfolg!


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Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt

Wer kennt den Satz noch? Richtig, das war Pippi Langstrumpf - noch richtiger lautet der Satz ja: "ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt". Pippi ist eine absolute Lebenskünstlerin. Für sie gibt's keine Grenzen und alles ist möglich. Sie macht aus allem das Beste und kann so richtig genießen.

 

Aber schauen wir uns mal Ihre wichtigsten Lektionen an.

  • Eine davon steht schon oben: ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt. Was heißt das denn eigentlich? Dass die Welt eben nicht vollkommen objektiv wahrgenommen werden kann, sondern zutiefst subjektiv und man kann sich die Dinge so zu eigen machen, wie man sie braucht - oder zumindest ein bisschen. Das Grundprinzip vom halbleeren oder halbvollen Glas - aus allem das Beste machen.
  • Pippi war Sachensammlerin. Sie sagte, dass die Welt voll ist von unglaublich tollen Sachen und dass man sie nur finden muss - und wie recht sie hat! Wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, was können wir nicht alles sehen und finden, das uns glücklich macht und Freude bereitet. und manchmal sinds eben nur Kleinigkeiten. Also Augen auf!
  • Pippi ist absolute Optimistin - sie sagte: "Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut." Sie glaubt daran, dass es gut geht und auch die Wissenschaft bestätigt die gute Pippi - man nennt das self fullfilling Prophecy - die Wahrscheinlichkeit, dass etwas eintritt, wenn man daran glaubt ist ungleich höher.
  • Pippi ist super selbstbewusst - es ist ihr völlig egal was andere sagen über ihre roten Haare, ihre zu großen Schuhe und ihre Art zu leben. Sie geht durch die Welt mit einem riesigen Selbstvertrauen und einem ständigen Strahlen und beweist, dass man am Ende mit allem durchkommt wenn man es mit ausreichend Selbstvertrauen tut.
  • Und sie beherrscht die Kunst des Nichtstuns: Faul sein ist wunderschön sagt sie.

In diesem Sinne wünsche ich dir, ganz im Sinne von Astrid Lindgren: "Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!" Viel Erfolg!


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Warum Vergebung so wichtig ist

Buddha sagte: "An Zorn festhalten ist wie Gift trinken und glauben, dass der andere daran stirbt" - und genau diese Aussage trifft den Kern der Sache ganz genau - wenn wir auf jemand wütend sind und nicht vergeben können, dann schaden wir damit nur uns selbst und sonst niemandem.

Was passiert mit uns, wenn wir uns ärgern und nicht vergeben können? Wir haben negative Gedanken! Und diese negativen Gedanken sorgen dafür, dass wir nicht mehr in der Lage sind, unser seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Jeder negative Gedanke rüttelt uns durcheinander und wirkt sich auch auf unsere körperlichen Befindlichkeiten aus. Unser Puls rast, wir können nicht schlafen, der Ärger schlägt uns auf den Magen, und und und.

Im Grunde spielen wir ein unangenehmes Ereignis immer wieder durch und erleben es somit wieder und wieder und es geht uns dabei immer noch schlechter. Deshalb ist es wichtig diesen Teufelskreis irgendwann zu erkennen und zu durchbrechen. Aber wie jetzt genau? Manchmal sind wir ja so wütend und glauben, dass der andere unsere Vergebung nicht verdient hat - ja, mag sein, aber wir selbst haben sie verdient. Manchmal wehren wir uns förmlich gegen die Vergebung weil wir glauben, dem anderen damit zu signalisieren, das wir sein Verhalten gutheißen - aber nein, darum geht es nicht - wir sorgen lediglich dafür, dass wir selbst wieder frei sein können - frei von diesen negativen Gefühlen und seinen fatalen Auswirkungen auf unser eigenes Wohlbefinden.

 

Folgende Schritte sollen es dir erleichtern zu verzeihen und loszulassen:

  • Versuche, zu verstehen, warum die andere Person so gehandelt hat. Ziehe in Betracht, dass sie es nicht getan hat um dir wehzutun, sondern weil sie es nicht besser wusste.
  • Mache dir bewusst, dass Verzeihen nichts mit Schwäche zu tun hast und, dass du deshalb noch lange nicht alles billigst. Aber, dass du es akzeptierst wie es war und um deiner selbst Willen bereit bist, es hinter dir zu lassen.
  • Schreibe einen Brief, in dem du all deiner Wut und deiner Verletzung nochmals freien Lauf lässt und dann verbrenn den Brief oder zerreiße ihn. Lass los - was geschehen ist, ist nicht zu ändern.
  • Triff den bewussten Entschluss zu verzeihen. Sage immer wieder zu dir selbst: ich vergebe dir. Und wenn du möchtest, dann sag es auch irgendwann der Person. Dies ist aber nur die Draufgabe - am wichtigsten ist, dass du es mit dir selbst so vereinbart hast und deinen inneren Friede wiederfindest.

"Wenn du einem anderen Menschen vergibst, dann tust du dies deinetwegen und nicht weil er es verdient" - Doris Wolf.

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass auch du irgendwann vergeben und loslassen kannst und du damit zu deinem inneren Gleichgewicht zurückfindest. Viel Erfolg dabei!


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Energieräubern auf der Spur

Kennst du das? Menschen in deinem Leben, die dich immer wieder runterziehen? Ungebeten alles kommentieren? Dir jede Freude, die du teilen möchtest, vermiesen? Deine Erfolge kleinreden? Dir das Gefühl geben, dass du weniger wert bist als sie selbst? Menschen, die nur von sich reden, ohne sich auch mal für dich zu interessieren? Die immer alles besser wissen und dir sagen, wie du zu leben hast? Menschen, die bei allem und jedem nur das Negative sehen und bei denen das Glas prinzipiell halbvoll ist (wenn überhaupt)? Dann hast du es mit einem sogenannten Energieräuber oder Energievampir zu tun. Nach der Begegnung mit einem Energievampir fühlen wir uns erschöpft, enttäuscht, ausgelaugt und jeglicher Freude beraubt. Das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen ist sichtlich gestört. Aber was kann man dagegen tun? Wie setzt man sich gegen diese Energieräuber zur Wehr? Wie kann man sich schützen?

  • Die einfachste Möglichkeit ist der Entzug von Aufmerksamkeit. Energieräuber brauchen Aufmerksamkeit, daraus ziehen sie Energie und diese holen Sie sich direkt von uns.
  • Lenke bewusst auf positive Themen um und lass nicht zu, dass sich dein Gegenüber im Negativen verliert.
  • Distanziere dich mit Hilfe deiner Körpersprache: geh auf Distanz indem du die Arme verschränkst, die Beine übereinanderschlägst und dich zurücklehnst. Damit gehst du körperlich auf Distanz und die emotionale Distanz folgt.
  • Und dies ist auch gleich der nächste Punkt: geh auf emotionale Distanz. Lenke deine Aufmerksamkeit und Gedanken auf andere Dinge. Lass die Aussagen des Energieräubers an dir vorbeiziehen und lass dich nicht mit reinziehen. Hier könnten auch die Atemtechniken aus den vorangegangenen Blogs hilfreich sein.
  • Reduziere die Begegnungen mit dem Energieräuber.
  • Grenze dich ab und lerne NEIN zu sagen (mehr zum Thema Nein sagen findest du im Blog "Die Kunst des Nein-Sagens")
  • Halte dich fern von Klatsch und Tratsch. Dies ist meist meist ein Lästern über andere mit dem Zweck sich selbst zu erhöhen. Eine sehr weit verbreitete Art des Negaholismus mit destruktiver Wirkung auf alle Beteiligten.

Ich wünsche dir sehr, dass die Energieräuber in deinem Leben keine Chance mehr haben, sodass dir deine Energie für die Menschen in deinem Leben bleibt, die es bereichern und die dir gut tun und für die Dinge die im Leben wirklich wichtig sind. In diesem Sinne alles Gute und viel Spaß mit dem bewussten Umgang mit deinen Energien!


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